Die Politikbrief-Website des Flughafens Frankfurt-Hahn

Ab sofort stellen wir Ihnen den Politikbrief auch auf dieser Website zur Verfügung. Die älteren Ausgaben finden Sie ebenfalls auf dieser Seite. Hier informieren wir Sie über die Entwicklungen am Flughafen Frankfurt-Hahn, Neuigkeiten aus der Branche und Wissenswertes aus unserer Region.

Blaue Stunde am Flughafen Frankfurt-Hahn

Nachtflugverbot in Frankfurt/Main

Nach dem Gerichtsurteil: Hahn in den Medien

Kaum hatte das Leipziger Bundesverwaltungsgericht sein Urteil zum Nachtflugverbot in Frankfurt gesprochen, rückte auch Frankfurt-Hahn in den Blickpunkt: Der Hunsrück-Airport bietet sich als Ausweichflughafen an – ein Aspekt, den viele nationale und regionale Medien in ihrer Berichterstattung aufgriffen.

Frankfurt-Hahn liegt nur 115 Kilometer westlich von Frankfurt/Main. Er ist der einzige deutsche Airport mit einer uneingeschränkten 24-Stunden-Betriebsgenehmigung. Und er hat freie Kapazitäten – in der Nacht und am Tag. Allein diese Tatsachen sprechen für den Hahn als Alternative. Entsprechend groß war das Interesse der Medien an einer Stellungnahme der Hahn-Geschäftsführung am Tag der Leipziger Entscheidung.

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Ein Jahr Luftverkehrsabgabe:

Steuer verursacht Schäden in Millionenhöhe

Die anhaltenden Proteste der deutschen Luftverkehrswirtschaft waren teilweise erfolgreich: Nach nur einem Jahr wurde die Luftverkehrssteuer zumindest leicht um etwa 6,25 Prozent reduziert.  Für viele zu wenig. Denn Luftfahrtexperten warnten 2010 monatelang vor den möglichen massiven negativen Effekte der Steuer. Nun liegen eindeutige Zahlen vor. Vergleicht man die Prognosen mit den messbaren Auswirkungen, wird deutlich: Die Experten hatten Recht. Manche Befürchtungen wurden sogar übertroffen.

 1.   Die Luftverkehrsabgabe wirkt sich negativ auf die gesamte Volkswirtschaft aus!

Diese Prognose trifft zu. Laut Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrs-wirtschaft (BDL) sind den deutschen Flughäfen insgesamt fünf Millionen Passagiere verloren gegangen. Sie haben die durch die Luftverkehrssteuer ausgelösten Preiserhöhungen nicht akzeptiert. Dadurch mussten teilweise Arbeitskräfte entlassen werden oder es wurden Neueinstellungen verhindert. Deutschland entgehen kaufkräftige Konsumenten, Gewinne der Unternehmen und die damit verbundenen Steuereinnahmen. Das Ziel der Bundesregierung, mit der Luftverkehrssteuer Mehreinnahmen in Höhe von einer Milliarde Euro zu erzielen, wurde nicht erreicht. Im Jahr 2011 nahm der Staat zwar 959 Millionen Euro ein. Demgegenüber stehen allerdings Steuermindereinnahmen bei Bund, Ländern und Gemeinden in Höhe von etwa 600 Millionen Euro. Hinzu kommen erhöhte Ausgaben durch die Bundesagentur für Arbeit.

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Destinationen

2012: Mehr Passagiere durch neue attraktive Reiseangebote

Für das laufende Jahr rechnet der Flughafen Frankfurt-Hahn wieder mit einem Anstieg der Passagierzahlen. Nachdem Ryanair im Zuge der Luftverkehrssteuer Anfang 2011 ein Drittel seiner Strecken eingestellt hatte, expandiert die irische Fluggesellschaft nun wieder im Hunsrück.

„Wir hängen sehr am Hahn“, betont Henrike Schmidt, Marketing- und Sales-Managerin bei Ryanair. Deswegen hat die Airline ihr Engagement im Hunsrück auch wieder verstärkt, wie der seit 25. März geltende Sommerflugplan beweist. 55 Ziele hat Ryanair im Sommer ab Hahn im Programm. Destinationen wie Göteborg wurden nach einem Jahr Pause wegen der großen Nachfrage wieder in das Programm aufgenommen. Ganz neu im Flugplan stehen Tallinn (Estland), Nador (Marokko), Lamezia Terme (Italien) und Knock (Westirland).

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Etihad Boeing 777 Flughafen Frankfurt-Hahn

Flughafen-Kooperationen als Zukunftsmodell

Nach den Prognosen des Flugzeugherstellers Airbus wächst der europäische Luftverkehr in den kommenden zwei Jahrzehnten um mehr als 20 Prozent. Da stellt sich die Frage, wie Flughäfen diesem Wachstum gerecht werden wollen. Denn schon heute sind viele der großen Verkehrsflughäfen fast vollständig ausgelastet. Kleinere Airports hingegen haben noch jede Menge Kapazitäten. Darin könnte die Lösung liegen.

 In Zahlen ausgedrückt bedeutet der fortwährende Boom der Luftverkehrswirtschaft für Deutschland: Im Jahr 2020 werden 3,6 Millionen Flugbewegungen pro Jahr erwartet. Die Zahl der abgefertigten Passagiere wird von heute knapp 200 Millionen auf über 250 Millionen Passagiere ansteigen, da auch die Flugzeuggröße kontinuierlich zunehmen wird. Das Aufkommen wird heute nur von wenigen großen Airports getragen: Zwei Drittel dieser Flugbewegungen finden an sechs Flughäfen statt – dabei gibt es insgesamt 39 Verkehrsflughäfen in Deutschland.

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Jan Möller

Menschen am Hahn

Jan Möller, Leiter Marketing & Sales

Jan Möller passt zum Flughafen Frankfurt-Hahn. Er ist in Rhein-Main aufgewachsen, sein Herz schlägt für die Luftfahrt. Er schätzt die familiäre Atmosphäre im Team. Und er ist dem Standort treu geblieben: in sieben Jahren vom „Laufjungen“, wie er selbst sagt, bis zum Leiter Marketing & Sales.

Leuchtende Augen habe er auf der Besucherterrasse des Flughafens bekommen, damals als kleiner Junge. Daran erinnert sich der heute 33-jährige Jan Möller noch sehr genau. Dabei hat er sie das erste Mal gespürt: die Faszination Flughafen. Und sie hat ihn nie wieder losgelassen. Heute ist Jan Möller selbst ein Teil dieser Welt: Als Marketingleiter sorgt er seit 2012 dafür, dass auch andere Menschen diesen einzigartigen Kosmos zwischen Ankunft und Abflug, Fernweh und Wiedersehensfreude, Urlaub und Technik entdecken – Privatpassagiere und Geschäftspartner gleichermaßen.

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deugro LkW

deugro eröffnet Logistikzentrum

Kontinuierliches Wachstum kennzeichnet die Entwicklung der deugro Airfreight GmbH am Standort Frankfurt-Hahn: Seit Sommer 2010 hat der Luftfracht-Spezialist sein Engagement am Hahn stetig ausgeweitet, Anfang 2012 wurde jetzt ein eigenes Logistikzentrum am Flughafen eröffnet. In der sogenannten „Comissary“-Halle, dem ehemaligen Einkaufszentrum des früheren US-Militärflugplatzes, richtete deugro auf rund 2.800 Quadratmetern eine Lagerfläche ein.

Genutzt wird das Areal seit Februar vorrangig für Frachtladungen eines namhaften europäischen Konzerns. Eine Erweiterung ist nicht ausgeschlossen: „Voraussichtlich ab Mai werden wir die Fläche um weitere 3.800 Quadratmeter erhöhen und damit die volle Hallenkapazität als neues Logistikzentrum nutzen“, äußert sich Carsten Jösch, Sales Manager bei deugro, optimistisch zu den Zukunftsplanungen am Hahn. Seit der Ansiedlung vor fast zwei Jahren sieht sich das Logistikunternehmen eng verbunden mit dem Standort: „Wir schaffen hier kontinuierlich neue Arbeitsplätze und leisten damit unseren aktiven Beitrag zur Erfolgsgeschichte Frankfurt-Hahn“, betont Frank Beitsch, Branch Manager bei deugro. „Dieses Engagement möchten wir so fortführen. Und mit dem Nachtflugverbot in Frankfurt/Main sehen wir jetzt erst recht zusätzliche Chancen für den Hahn.“

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Qualitaet

Protest am Hahn gegen EU-weite Neuregelung der Bodenverkehrsdienste

„Qualität der Abfertigung muss Priorität behalten“

Ein Rädchen greift in das andere: Am Flughafen Frankfurt-Hahn sorgt ein eingespieltes Team der airporteigenen Bodenverkehrsdienste (BVD) dafür, dass jedes gelandete Flugzeug sicher und schnell wieder startbereit ist. Betriebsrat, Gewerkschaft und Geschäftsführung setzen sich zurzeit dafür ein, dass dies auch zukünftig so sein wird. Sie kämpfen gegen eine geplante EU-Verordnung, die eine weitere Privatisierung der Bodenabfertigung vorsieht.

Der Flughafen Frankfurt-Hahn kann aktuell auf 120 Flugzeugabfertiger  zurückgreifen. Sie sind zuständig für die Be- und Entladung der Flugzeuge. Dieses Personal ist direkt bei der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH angestellt, wird nach einem an den TVöD angelehnten Haustarif bezahlt und durchläuft ein vierjähriges Ausbildungsprogramm sowie weitere Weiterbildungsmaßnahmen. „Wir haben hier einen hohen Qualitätsstandard etabliert. Unsere Kunden schätzen diese Sicherheit“, sagt Jörg Schumacher, Sprecher der Flughafen-Geschäftsführung. Und genau dieses Niveau sehen Geschäftsführung und Belegschaft in Gefahr, wenn die EU-Kommission in Brüssel ihre Pläne zur vollständigen Privatisierung der Bodenverkehrsdienste umsetzen kann.

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Dillmann

Menschen am Hahn

Thomas Dillmann, Vorsitzender des Betriebsrats

Er ist der Mann für die kämpferischen Momente. Und er verbindet Hartnäckigkeit mit diplomatischem Geschick: Thomas Dillmann, Vorsitzender des Betriebsrats am Flughafen Frankfurt-Hahn, vertritt die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2006 wurde der 47-Jährige erstmals in das Gremium gewählt. Im Oktober 2009 übernahm er den Vorsitz.

Lautes Poltern liegt ihm nicht. Eine eher ruhige Art bestimmt seinen Arbeitsstil. „Wer mit dem Kopf durch die Wand will, der kommt nicht weit“, sagt Thomas Dillmann mit dem Brustton der Überzeugung. „Dann verhärten sich nur die Fronten.“ Seine Aufgabe als Vorsitzender des Betriebsrats sieht Thomas Dillmann darin, für alle Mitarbeiter am Hahn die bestmöglichen Bedingungen auszuhandeln. Und das geht eben am besten auf die ruhige, aber hartnäckige Tour.

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Nacht1

Im Winter kommen nachts die Elefanten

Turbulent und faszinierend: eine Nacht am Hahn

Sechs Stunden. So lang beträgt bei fast allen deutschen Flughäfen die Ruhezeit. In dieser Zeit sind keine Starts und Landungen erlaubt – bis auf vereinzelte Ausnahmen. Der Flughafen Frankfurt-Hahn gehört zu den wenigen, der insgesamt 39 Flughäfen in Deutschland, der eine 24-Stunden-Betriebserlaubnis hat. Für den Politikbrief haben wir die Bodenverkehrsdienste eine Nachtschicht lang begleitet.

 15. November, 23:02 Uhr. Gerade setzt das letzte Passagierflugzeug des Tages auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn auf – davon kündet das dumpfe Grollen des Umkehrschubs. Kurze Zeit später gleitet das blaue Heckruder am Fenster unseres Aufenthaltsraums vorbei, in dem das Team der Bodenverkehrsdienste auf seinen ersten Einsatz der Nachtschicht wartet. Die vollbesetzte Ryanair-Maschine kommt aus Venedig. Vier weitere Flugzeuge des Low-Cost-Carriers sind kurz vorher aus Riga, London und Santiago de Compostella kommend gelandet. Die Annahme, dass die Nacht ausschließlich für Fracht-Airlines relevant ist, wird mit einem Blick über das Vorfeld widerlegt. Die irische Fluggesellschaft nutzt den Nachtstopp, um die Flotte für den nächsten Tag wieder auf Vordermann zu bringen. Ein Team des am Hahn ansässigen Wartungsunternehmens HAITEC rückt für den Rundum-Check und die Innenreinigung an. Kleinere Schäden werden direkt auf der Parkposition behoben. Aufwändigere Reparaturen können in den Wartungshallen von Ryanair und HAITEC, die jeweils Platz für zwei Boeing 737 haben, durchgeführt werden.

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Winterdienst

Technische und personelle Vorbereitungen abgeschlossen

Flughafen Frankfurt-Hahn ist bereit für den Winter

Heftige Schneefälle und historische Tiefsttemperaturen sorgten im letzten Jahr nicht nur für eine romantisch weiß verschneite Landschaft, sondern ebenfalls für ein Verkehrschaos. Auch den Luftverkehr hatte der harte Winter europaweit voll im Griff: Verspätungen und Flugausfälle, beispielsweise am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main, waren die Folge. Am Flughafen Frankfurt-Hahn hingegen fiel kein einziger Flug wetterbedingt aus. Das ist auch das Ziel für den bevorstehenden Winter.

Noch ist zwar kein Schnee gefallen, aber für den Winterdienst am Flughafen Frankfurt-Hahn hat die Wintersaison schon längst begonnen. Die 24 Räum-, Kehr- Streu- sowie die fünf Enteisungsfahrzeuge sind einsatzbereit, die Lager für Streu- und Enteisungsmittel gefüllt und das Personal des Winterdienstes geschult und hoch motiviert. Michael Rössel, Safety Manager am Hahn blickt dem Winter gelassen entgegen. „Unsere technischen und personellen Vorbereitungen sind abgeschlossen, der Winter kann kommen“, sagt er und ist stolz auf seine Truppe. „Letztes Jahr war das Team des Winterdienstes wochenlang rund um die Uhr im Drei-Schicht-Rhythmus im Einsatz, um den planmäßigen und sicheren Flugverkehr zu gewährleisten – mit Erfolg. Im Gegensatz zu vielen anderen Flughäfen in ganz Europa ist am Hahn kein einziger Flug ausgefallen.“

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